Der Apfel

Die botanisches Bezeichnung ist Malus sylvestris für den Wildapfel und Malus domestica für die Kultursorten – er zählt zur Familie der Rosengewächse.

Die Entwicklung des Apfels: Der Urapfel der Menschheit dürfte eine sauere, harte Frucht gewesen sein, vom wilden Holzapfel bis zu den heutigen Tafeläpfeln war ein langer Weg. Durch Züchtung, Selektierung und Veredelung entstanden ständig neue Sorten oder alte Sorten werden verbessert.

Die Heimat des Apfels ist Kleinasien, von dort aus kam er über Griechenland nach Italien, die Römer brachten ihn mit an den Rhein. Zwar gab es in Germanien auch schon zuvor Äpfel, eben den Holzapfel, die Veredelungstechnik aber, das Pfropfen (lat. propagare = fortpflanzen), lernten die Germanen von den Römern. Äpfel kann man weder durch Samen noch durch Stecklinge vermehren, alle Sorten müssen gepfropft werden. Die Unterlagen bestimmen die Qualität und den Ertrag des Baumes. Es gibt heute für jeden Boden und für jede gewünschte Größe des Baumes die passende Unterlage.

Heute gibt es wahrscheinlich über 25 000 Apfelsorten in der Welt, über 70 % der Obsternte sind Äpfel.

So gesund ist der Apfel…

„An apple a day keeps the doctor away.“ Dieses Sprichwort ist wohl jedermann bekannt. Der Apfel enthält über 30 Mineralstoffe und Spurenelemente, Kalium, viele Vitamine und das cholesterinspiegel-senkende Pektin.  Wissenschaftliche Untersuchungen geben außerdem Hinweise, dass Apfelesser aufgrund der Katechine, seltener an Bronchial- und Lungenkrankheiten leiden. Die in der Frucht enthaltenen Flavonoide und Carotinoide scheinen das Krebsrisiko zu mindern und haben eine antioxidative Wirkung im Organismus.

Die Schale ist gesund! Bis zu 70 Prozent der Vitamine sind in Apfelschale oder direkt darunter. Und sogar das Kerngehäuse ist noch wertvoll: es enthält Jod.

Der Apfel ist ein altes Hausmittel.

So hilft er bei vielen Wehwechen:

  • Bei Durchfall: roher, mit der Schale geriebener Apfel
  • Heiserkeit: gebratener Apfel mit Honig
  • Schlafstörungen: Apfel vor dem Schlafengehen
  • Wachwerden: Apfel am Morgen
  • Schwangerschaftsübelkeit am Morgen: Apfel vor dem Aufstehen
  • Nervösität: Apfeltee (Ein ungeschälter Apfel in Scheiben geschnitten, mit einem Liter kochendem Wasser übergossen und zwei Stunden ziehen lassen, ergibt einen Apfelfruchttee)
  • Reine und zarte Haut: Apfelmaske (Ein geschälter Apfel wird gerieben und mit etwas Honig verrührt, die Mischung bis zu 20 Minuten einwirken lassen und vorsichtig abwaschen)
  • Zahnreinigung: Der Apfel hat mit seinen Fruchtsäuren und Ballaststoffen einen stark reinigenden Effekt für die Zähne und funktioniert daher für die Zahnreinigung zwischendurch ebenso gut wie ein Kaugummi.